Ladestation für das Einfamilienhaus in Schwalmtal: 11 kW oder 22 kW?

Die richtige Ladeleistung für Ihre Wallbox in Schwalmtal wählen
Bei der Auswahl einer Wallbox für das Einfamilienhaus stellt sich eine zentrale Frage: Soll es eine Ladestation mit elf Kilowatt oder mit 22 Kilowatt Ladeleistung sein? Für Hausbesitzer in Schwalmtal ist diese Entscheidung weniger kompliziert, als sie zunächst erscheint. In den meisten Fällen ist die Variante mit elf Kilowatt die bessere Wahl – und das aus guten Gründen.
Der offensichtliche Unterschied liegt in der Ladedauer. Eine Wallbox mit elf Kilowatt lädt ein Elektroauto mit 60 Kilowattstunden Batteriekapazität von zehn auf 80 Prozent in etwa fünf Stunden. Eine Wallbox mit 22 Kilowatt schafft dieselbe Ladung in etwa zweieinhalb Stunden. Das klingt nach einem deutlichen Vorteil für die schnellere Variante. In der Praxis relativiert sich dieser Vorteil jedoch erheblich.
Die tägliche Fahrleistung der meisten Autofahrer liegt bei etwa 30 bis 50 Kilometern. Das entspricht einem Strombedarf von fünf bis acht Kilowattstunden. Diese Menge lädt eine Wallbox mit elf Kilowatt in weniger als einer Stunde nach. Selbst wenn das Auto mit fast leerer Batterie nach Hause kommt, was im Alltag selten vorkommt, ist es nach einer Nacht am Ladegerät wieder voll. Die höhere Ladeleistung einer 22-Kilowatt-Wallbox bringt in diesem Szenario keinen praktischen Nutzen.
Ein weiterer Aspekt betrifft die Fahrzeuge selbst. Nicht alle Elektroautos können 22 Kilowatt Wechselstrom aufnehmen. Viele Modelle, insbesondere ältere und günstigere Fahrzeuge, haben einen Onboard-Lader, der nur elf Kilowatt verarbeiten kann. An einer 22-Kilowatt-Wallbox würde ein solches Fahrzeug trotzdem nur mit elf Kilowatt laden. Erst bei Fahrzeugen mit leistungsfähigerem Onboard-Lader macht sich die höhere Wallbox-Leistung bemerkbar.
Die technischen Anforderungen für eine 22-Kilowatt-Wallbox sind deutlich höher als für eine elf-Kilowatt-Variante. Der Leitungsquerschnitt muss größer sein, die Sicherungen stärker, und der Hausanschluss muss die zusätzliche Last tragen können. Viele Hausanschlüsse in älteren Einfamilienhäusern in Schwalmtal sind für 22 Kilowatt zusätzliche Last nicht ausgelegt, ohne dass eine Verstärkung erfolgt. Das treibt die Installationskosten in die Höhe.
Der regulatorische Unterschied ist ebenfalls relevant. Wallboxen mit elf Kilowatt müssen beim Netzbetreiber lediglich angemeldet werden. Wallboxen mit mehr als elf Kilowatt sind hingegen genehmigungspflichtig. Der Netzbetreiber prüft, ob der Netzanschluss für die zusätzliche Leistung ausgelegt ist, und kann die Genehmigung unter Umständen verweigern oder mit Auflagen verbinden. Der administrative Aufwand ist bei der elf-Kilowatt-Variante deutlich geringer.
Die Kostenunterschiede zwischen den Varianten betreffen sowohl die Geräte als auch die Installation. Eine Wallbox mit 22 Kilowatt kostet in der Regel 200 bis 500 Euro mehr als ein vergleichbares Modell mit elf Kilowatt. Die Installationskosten können je nach Ausgangssituation um einige hundert bis über tausend Euro höher liegen, wenn stärkere Leitungen verlegt und größere Sicherungen installiert werden müssen.
Es gibt dennoch Situationen, in denen eine 22-Kilowatt-Wallbox sinnvoll sein kann. Wer beruflich viel unterwegs ist und das Auto regelmäßig mit stark entladener Batterie nach Hause bringt, profitiert von der schnelleren Ladung. Auch wenn mehrere Elektroautos im Haushalt sind, kann eine höhere Ladeleistung vorteilhaft sein, um beide Fahrzeuge in einer Nacht voll zu laden. In solchen Fällen sollte die höhere Ladeleistung ernsthaft erwogen werden.
Ein Hausbesitzer in Schwalmtal-Amern hatte lange überlegt, ob er eine Wallbox mit elf oder 22 Kilowatt installieren sollte. Sein Elektroauto hat einen Onboard-Lader mit elf Kilowatt, das geplante zweite Fahrzeug seiner Frau ebenfalls. Nach reiflicher Überlegung entschied er sich für eine elf-Kilowatt-Wallbox. Die tägliche Fahrleistung beider Fahrzeuge zusammen lag unter 100 Kilometern, also etwa 15 Kilowattstunden – eine Menge, die die Wallbox in anderthalb Stunden nachlädt. Die eingesparten Kosten gegenüber der 22-Kilowatt-Variante investierte er in eine hochwertigere Wallbox mit Solarstromoptimierung.
Die Empfehlung für die meisten Hausbesitzer in Schwalmtal lautet: Eine Wallbox mit elf Kilowatt ist in der Regel ausreichend. Sie deckt den typischen Ladebedarf vollständig ab, hat geringere technische Anforderungen, ist günstiger in Anschaffung und Installation und muss nur angemeldet, nicht genehmigt werden. Die höhere Ladeleistung von 22 Kilowatt ist nur in besonderen Nutzungsszenarien von praktischem Vorteil.