Unterverteilung im Einfamilienhaus in Krefeld: Aufbau, Größe und Reserven
Unterverteilung für Ihr Einfamilienhaus in Krefeld planen? Erfahren Sie alles über den richtigen Aufbau, die optimale Größe und wichtige Reserven.
Die richtige Dimensionierung der Unterverteilung für Krefelder Eigenheime
Die Unterverteilung ist das Herzstück der Elektroinstallation in einem Einfamilienhaus. Von hier aus werden alle Stromkreise im Haus versorgt, hier sitzen die Sicherungen und Schutzschalter, und hier findet die Aufteilung der elektrischen Energie auf die verschiedenen Verbraucher statt. Für Hausbesitzer in Krefeld, die einen Neubau planen oder eine bestehende Installation modernisieren, lohnt sich ein genauer Blick auf Aufbau, Größe und sinnvolle Reserven der Unterverteilung.
Der Begriff Unterverteilung bezeichnet den Verteilerkasten, in dem die Stromkreise eines Gebäudes oder Gebäudeteils zusammenlaufen. In einem Einfamilienhaus ist sie meist identisch mit dem Zählerschrank oder unmittelbar daneben angeordnet. Die Unterverteilung nimmt die Leitungsschutzschalter – umgangssprachlich Sicherungen – für jeden Stromkreis auf, dazu FI-Schutzschalter, Überspannungsschutz und eventuell weitere Schutz- und Steuerungseinrichtungen.
Die Anzahl der Stromkreise in einem Einfamilienhaus liegt typischerweise bei 15 bis 30, je nach Größe und Ausstattung. Jeder größere Verbraucher – Herd, Backofen, Geschirrspüler, Waschmaschine, Trockner – benötigt einen eigenen Stromkreis. Dazu kommen separate Stromkreise für die Beleuchtung und die Steckdosen jedes Raumes oder Raumbereichs. Auch Außenanlagen, Garage und eventuell ein Gartenhaus brauchen eigene Stromkreise.
Die Größe der Unterverteilung wird in Modulplätzen oder Teilungseinheiten angegeben. Ein Leitungsschutzschalter belegt in der Regel einen Modulplatz, ein FI-Schutzschalter zwei bis vier. Für ein typisches Einfamilienhaus in Krefeld sollte die Unterverteilung mindestens 36 Modulplätze bieten, besser mehr. Wer zukunftssicher planen möchte, wählt einen Verteiler mit 48 oder mehr Plätzen. Die Mehrkosten sind gering, der Gewinn an Flexibilität jedoch erheblich.
Reserveplätze sind entscheidend für die Zukunftsfähigkeit der Installation. Die Regel besagt, dass mindestens 20 bis 30 Prozent der Plätze frei bleiben sollten. Wer heute einen Verteiler mit 36 Plätzen installiert, sollte also nur etwa 25 bis 28 davon belegen. Die freien Plätze ermöglichen spätere Erweiterungen, ohne dass der Verteiler ausgetauscht werden muss. Typische Erweiterungen sind zusätzliche Stromkreise für eine Wallbox, einen Batteriespeicher, eine Wärmepumpe oder einen Saunaanschluss.
Die Anordnung der Komponenten innerhalb der Unterverteilung folgt einem logischen Aufbau. Vom Hausanschluss kommend fließt der Strom zunächst durch den Zähler, dann durch den Hauptschalter, den Überspannungsschutz und die FI-Schutzschalter. Hinter den FI-Schutzschaltern sind die einzelnen Stromkreise mit ihren Leitungsschutzschaltern angeordnet. Diese Reihenfolge gewährleistet, dass alle nachfolgenden Komponenten geschützt sind.
Die Aufteilung der Stromkreise auf verschiedene FI-Schutzschalter ist ein wichtiger Aspekt. Früher war ein einzelner FI-Schutzschalter für das gesamte Haus üblich. Löste dieser aus, saß das ganze Haus im Dunkeln. Moderne Installationen verteilen die Stromkreise auf mehrere FI-Schutzschalter, sodass bei einer Auslösung nur ein Teil des Hauses betroffen ist. Eine typische Aufteilung wäre: ein FI für Erdgeschoss, einer für Obergeschoss, einer für Keller und Außenanlagen, einer für Küche und Bad.
Die Beschriftung der Stromkreise wird oft vernachlässigt, ist aber für den späteren Betrieb wichtig. Jeder Leitungsschutzschalter sollte eindeutig beschriftet sein, damit bei einer Auslösung sofort klar ist, welcher Bereich betroffen ist. Eine Dokumentation der gesamten Installation, die bei der Unterverteilung aufbewahrt wird, erleichtert spätere Arbeiten erheblich.
Ein Hausbesitzer in Krefeld-Bockum hatte beim Neubau seines Einfamilienhauses einen Verteiler mit 48 Modulplätzen gewählt, obwohl zunächst nur 30 benötigt wurden. Einige Jahre später kam eine Photovoltaik-Anlage hinzu, die zusätzliche Sicherungen erforderte. Noch später wurde eine Wallbox installiert und ein Gartenhausanschluss gelegt. Alle diese Erweiterungen ließen sich problemlos in den vorhandenen Verteiler integrieren. Rückblickend betrachtet der Hausbesitzer die größere Unterverteilung als eine der besten Entscheidungen beim Hausbau.
Die Kosten für eine Unterverteilung setzen sich aus dem Verteilergehäuse, den Einbaukomponenten und der Arbeitszeit für die Installation zusammen. Ein qualitativ hochwertiger Verteiler mit 48 Plätzen kostet etwa 200 bis 400 Euro mehr als ein kleinerer mit 36 Plätzen. Die Einbaukomponenten – FI-Schutzschalter, Leitungsschutzschalter, Überspannungsschutz – kosten je nach Hersteller und Ausführung zwischen 500 und 1.500 Euro. Die Arbeitszeit für die Installation und Verdrahtung liegt bei etwa einem bis zwei Arbeitstagen.
Für Bauherren in Krefeld ist die Unterverteilung ein zentrales Element der Elektroplanung. Eine großzügige Dimensionierung mit ausreichend Reserven, eine durchdachte Aufteilung der Stromkreise und eine saubere Dokumentation schaffen die Voraussetzungen für eine sichere, komfortable und zukunftsfähige Elektroinstallation.