Steckdosen richtig planen – Tipps für Bauherren in Niederkrüchten
Steckdosen beim Hausbau in Niederkrüchten richtig planen? Erfahren Sie, wie viele Steckdosen Sie brauchen und wo sie am besten platziert werden.
Die optimale Steckdosenplanung für Ihren Neubau in Niederkrüchten
Zu wenige Steckdosen gehören zu den häufigsten Ärgernissen nach dem Einzug in ein neues Haus. Bauherren in Niederkrüchten, die sich frühzeitig mit der Steckdosenplanung beschäftigen, können diesen Fehler vermeiden. Doch wie viele Steckdosen braucht man wirklich, und wo sollten sie platziert werden? Eine systematische Planung hilft, den tatsächlichen Bedarf zu ermitteln und die Anschlüsse sinnvoll zu verteilen.
Die Mindestanforderungen an die Anzahl der Steckdosen sind in der DIN 18015-2 geregelt. Sie gibt vor, wie viele Steckdosen in Wohnräumen unterschiedlicher Größe mindestens vorhanden sein müssen. Für einen Wohnraum bis 20 Quadratmeter sind demnach fünf Steckdosen vorgeschrieben, für größere Räume entsprechend mehr. Diese Mindestausstattung reicht für die meisten Haushalte jedoch nicht aus. Die Norm wurde zu einer Zeit entwickelt, als Haushalte deutlich weniger elektrische Geräte nutzten als heute.
Ein moderner Haushalt in Niederkrüchten nutzt eine Vielzahl von Geräten, die Strom benötigen: Fernseher, Receiver, Spielkonsole, Soundbar, Stehlampen, Ladegeräte für Smartphones und Tablets, Staubsaugerroboter, Luftreiniger und vieles mehr. Allein im Wohnzimmer kommen schnell zehn bis fünfzehn dauerhaft oder regelmäßig genutzte Steckdosen zusammen. Wer hier knapp plant, landet bei Mehrfachsteckdosen und Kabelverlängerungen, die nicht nur optisch stören, sondern auch ein Sicherheitsrisiko darstellen können.
Die Platzierung der Steckdosen ist ebenso wichtig wie ihre Anzahl. Steckdosen sollten dort sein, wo sie gebraucht werden – das klingt selbstverständlich, erfordert aber eine genaue Vorstellung davon, wie die Räume später genutzt und eingerichtet werden. Im Wohnzimmer sollten Steckdosen an mehreren Wänden verteilt sein, damit verschiedene Möblierungsvarianten möglich bleiben. Hinter dem geplanten Standort des Fernsehers empfiehlt sich eine Mehrfachkombination mit mindestens vier Steckdosen, dazu Anschlüsse für Antenne und Netzwerk.
Die Küche ist der Raum mit dem höchsten Steckdosenbedarf. Neben den Anschlüssen für die Großgeräte – Herd, Backofen, Kühlschrank, Geschirrspüler, Dunstabzugshaube – braucht es ausreichend Steckdosen auf der Arbeitsplatte für Kaffeemaschine, Wasserkocher, Toaster, Küchenmaschine und andere Kleingeräte. Als Faustregel gilt: Auf jeder freien Arbeitsfläche sollte mindestens eine Doppelsteckdose sein. Auch ein Anschluss im Bereich des Esstisches für einen Grill oder ein Raclette ist praktisch.
Das Schlafzimmer wird bei der Steckdosenplanung oft vernachlässigt. Dabei braucht jeder Nachttisch mindestens eine Steckdose für Lampe und Ladegerät. An der Wand, an der das Bett steht, sollten also mindestens zwei Doppelsteckdosen vorgesehen werden. Weitere Steckdosen für Fernseher, Stehlampe oder Ventilator sollten je nach geplantem Raumlayout eingeplant werden.
Im Badezimmer gelten besondere Vorschriften für die Platzierung von Steckdosen, da Wasser und Elektrizität eine gefährliche Kombination bilden. In unmittelbarer Nähe von Badewanne und Dusche sind Steckdosen nicht zulässig. Am Waschtisch sollten jedoch Steckdosen für Föhn, elektrische Zahnbürste und Rasierapparat vorhanden sein. Moderne Spiegelschränke haben oft integrierte Steckdosen, was eine elegante Lösung sein kann.
Das Arbeitszimmer oder Home-Office erfordert eine durchdachte Planung. Am Schreibtisch werden Steckdosen für Computer, Monitor, Drucker, Schreibtischlampe und diverse Ladegeräte benötigt. Hier empfiehlt sich eine Steckdosenleiste mit Überspannungsschutz, die an mehrere normale Steckdosen angeschlossen wird. Die Grundausstattung sollte mindestens sechs bis acht Steckdosen im Bereich des Arbeitsplatzes vorsehen.
Die Flure und Eingangsbereiche werden oft vergessen, haben aber ebenfalls einen gewissen Bedarf. Steckdosen für Staubsauger, Schuhtrockner, Dekoleuchten oder den WLAN-Router sollten eingeplant werden. Im Hauswirtschaftsraum oder Keller sind Anschlüsse für Waschmaschine, Trockner, Gefriertruhe und eventuell eine Werkbank erforderlich.
Ein Bauherr in Niederkrüchten ging bei seiner Planung systematisch vor: Er erstellte für jeden Raum eine Liste der Geräte, die dort genutzt werden sollten, und addierte die benötigten Steckdosen. Zum Ergebnis schlug er 20 Prozent Puffer hinzu. Die Gesamtzahl lag deutlich über dem, was der Elektriker zunächst vorgeschlagen hatte, aber nach dem Einzug war er froh über jeden einzelnen Anschluss. Besonders die zusätzlichen Steckdosen im Flur für den Staubsaugerroboter und im Garten für die Weihnachtsbeleuchtung hätte er sonst vermisst.
Die Mehrkosten für zusätzliche Steckdosen sind im Neubau überschaubar. Pro Steckdose fallen etwa 30 bis 50 Euro für Material und Installation an. Verglichen mit dem Aufwand, nach dem Einzug nachträglich Steckdosen zu installieren, ist das vernachlässigbar. Eine großzügige Planung lohnt sich – niemand hat sich je über zu viele Steckdosen beschwert.