Wallbox-Installation in Düsseldorf: Voraussetzungen, Kosten und Fördermöglichkeiten
Der Weg zur eigenen Ladestation für Elektroautos in Düsseldorf
Das Elektroauto wird immer beliebter, und mit ihm steigt der Bedarf an privaten Lademöglichkeiten. Für Hausbesitzer in Düsseldorf ist die eigene Wallbox eine komfortable Lösung: Das Auto lädt über Nacht in der eigenen Garage, und morgens steht es mit voller Batterie bereit. Doch welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, welche Kosten fallen an, und welche Fördermöglichkeiten gibt es? Dieser Beitrag beantwortet die wichtigsten Fragen.
Eine Wallbox ist im Grunde eine fest installierte Ladestation für Elektrofahrzeuge. Im Vergleich zum Laden an einer normalen Haushaltssteckdose bietet sie deutlich höhere Ladeleistungen und damit kürzere Ladezeiten. Während eine Haushaltssteckdose maximal 2,3 Kilowatt liefert und ein vollständiges Laden oft mehr als zwanzig Stunden dauert, schafft eine Wallbox mit elf Kilowatt dieselbe Ladung in drei bis fünf Stunden. Modelle mit 22 Kilowatt sind noch schneller, werden für den privaten Gebrauch aber selten benötigt.
Die technischen Voraussetzungen für eine Wallbox-Installation umfassen einen geeigneten Stellplatz mit Stromanschluss, einen ausreichend dimensionierten Hausanschluss und eine normgerechte Elektroinstallation. Der Stellplatz sollte in einer Garage, einem Carport oder zumindest überdacht sein, damit die Wallbox vor Witterung geschützt ist. Ein Anschluss im Freien ist zwar möglich, stellt aber höhere Anforderungen an die Schutzart des Geräts.
Der Hausanschluss muss die zusätzliche Last der Wallbox tragen können. Eine Wallbox mit elf Kilowatt zieht bei voller Leistung etwa 16 Ampere pro Phase, bei drei Phasen also 48 Ampere. Zusammen mit dem übrigen Haushaltsstrom kann das bei älteren Anschlüssen zur Überlastung führen. In solchen Fällen ist entweder eine Erhöhung der Anschlussleistung beim Netzbetreiber zu beantragen oder ein Lastmanagement zu installieren, das die Ladeleistung bei hohem Hausverbrauch automatisch reduziert.
Die Elektroinstallation zwischen Zählerschrank und Wallbox muss für die Belastung ausgelegt sein. Das bedeutet: ausreichend dimensionierte Leitungen, passende Sicherungen, FI-Schutzschalter und je nach Wallbox-Typ ein spezieller Schutz gegen Gleichfehlerströme. Bei vielen Wallboxen ist dieser Schutz bereits integriert, bei anderen muss ein separater Schutzschalter installiert werden.
Die Anmeldung der Wallbox beim Netzbetreiber ist in Deutschland Pflicht. Wallboxen mit einer Ladeleistung bis elf Kilowatt müssen nur gemeldet werden, Wallboxen mit mehr als elf Kilowatt sind genehmigungspflichtig. Die Anmeldung erfolgt in der Regel durch den installierenden Elektrofachbetrieb und ist unkompliziert. Der Netzbetreiber prüft, ob der lokale Netzanschluss für die zusätzliche Last ausgelegt ist, und erteilt gegebenenfalls Auflagen.
Die Kosten für eine Wallbox-Installation setzen sich aus dem Gerät selbst und den Installationskosten zusammen. Einfache Wallboxen mit elf Kilowatt ohne besondere Zusatzfunktionen sind ab etwa 400 bis 600 Euro erhältlich. Hochwertigere Modelle mit WLAN-Anbindung, App-Steuerung, Energiezähler oder bidirektionaler Ladefähigkeit kosten zwischen 800 und 2.000 Euro. Die Installationskosten hängen stark von den örtlichen Gegebenheiten ab: Wenn der Zählerschrank nah am Stellplatz ist und die vorhandene Installation ausreicht, können 300 bis 500 Euro genügen. Wenn eine längere Leitung verlegt, der Zählerschrank erweitert oder der Hausanschluss verstärkt werden muss, können die Installationskosten auf 1.500 bis 3.000 Euro steigen.
Die Förderlandschaft für Wallboxen hat sich in den vergangenen Jahren mehrfach verändert. Das bekannte KfW-Förderprogramm 440 mit einem Zuschuss von 900 Euro pro Ladepunkt ist ausgelaufen. Aktuell gibt es auf Bundesebene keine direkten Zuschüsse mehr für private Wallboxen. Allerdings können die Kosten für Wallbox und Installation als Handwerkerleistungen steuerlich geltend gemacht werden. Zudem gibt es regionale und kommunale Förderprogramme, die je nach Wohnort unterschiedliche Zuschüsse bieten. Eine Recherche bei der Stadt Düsseldorf oder den örtlichen Energieversorgern kann sich lohnen.
Ein Hausbesitzer in Düsseldorf-Kaiserswerth hat seine Wallbox-Installation im vergangenen Jahr durchführen lassen. Die Garage lag etwa acht Meter vom Zählerschrank entfernt, ein Leerrohr war bereits vorhanden. Die Installation einer Wallbox mit elf Kilowatt inklusive Anpassung des Zählerschranks kostete insgesamt etwa 1.800 Euro. Das Elektroauto lädt nun regelmäßig über Nacht und ist morgens voll geladen. Die Kosten für den Ladestrom liegen deutlich unter denen öffentlicher Ladesäulen, und der Komfort, nicht mehr zur Tankstelle fahren zu müssen, ist unbezahlbar.
Für Hausbesitzer in Düsseldorf, die über die Anschaffung eines Elektroautos nachdenken oder bereits eines fahren, ist die eigene Wallbox eine sinnvolle Investition. Die technischen Anforderungen sind überschaubar, die Kosten amortisieren sich durch günstigere Ladekosten im Vergleich zu öffentlichen Ladesäulen, und der Komfort des Ladens zu Hause ist nicht zu unterschätzen. Ein erfahrener Elektrofachbetrieb kann die vorhandene Installation prüfen, die passende Wallbox empfehlen und die gesamte Installation fachgerecht durchführen.